29. November 2013 - gantert-roth-dahinden - dot.




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dot.  ein stück weit über leben

Der Tod ist immer an unserer Seite. Er ist einfach da, nur für den Fall, dass etwas Schlimmes passieren sollte.

Nach dem Konzert für Wecker und Synthesizer, beschleicht Odd eine Todesahnung. Doch das Leben will bei den Hörnern gepackt werden, bis der Körper den Dienst quittiert. Plötzlich ist es dunkel und keiner hört mehr zu. In der schwerelosen Zwischenwelt realisiert er, dass der Tod in der Figur seines seltsamen Begleiters schon immer bei ihm war. Seine Zeit ist abgelaufen. Doch bevor die Seele endgültig den Körper verlässt, holt sie nochmals weit aus zur letzten Vorstellung.

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gantert - roth - dahinden versuchen mit Leichtigkeit den Vorstellungen und Ängsten im Angesicht des Todes auf die Schliche zu kommen. Inspiriert durch Dante Alighieri und den Basler Totentanz ist eine Tragikomödie entstanden, in der Text zu Musik wird und Tanz oder Bewegung die Erzählfunktion übernehmen können. Die Musik begnügt sich nicht mehr mit der reinen Begleitfunktion. Sie tritt aus dem Hintergrund hervor und greift live ins Geschehen ein, erst recht wenn der Tod den Ton angibt.

Das Leben ist Tod. Es lebe das Leben!

Was früher 'Endstation' hiess, nennt sich heute 'Endbahnhof', um keine Zweifel aufkommen zu lassen, wohin die Reise wirklich geht. An den Tatsachen ändert das allerdings nicht viel. Man hat übrigens gemessen, dass der tote Körper ca 2 Gramm leichter sei als der lebende. Kann man also davon ausgehen, dass dieser kleine Unterschied dem Gewicht der Seele entspricht?


dot. spielt in der kurzen Zeit, in der sich die Seele langsam vom Körper trennt. Unsere Phantasie führt in diese Zwischenwelt, blickt hinter die Grenzen und lüftet für einen langen Moment den letzten Vorhang.


Spiel: Christoph Gantert, Lukas Roth Regie: Delia Dahinden
Musik: Christoph Gantert
Bühne: Didi Berger, Lukas Roth
Fotographie: Andrin Winteler